Worum geht es in deinem Buch The Game between us?
In The Game between us geht es um Maxine und Lio. Um ihre Freundschaft, um ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. Sie teilen einen besonderen Moment miteinander, der Jahre zurückliegt, dann aber wieder an die Oberfläche geschwemmt wird. Und dann geht das Chaos los. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Baseball spielt eine große Rolle, ebenso wie Waffeltage, Iced Matcha Lattes und Tacos.
Es geht aber noch um so viel mehr. Maxine und Lio stehen vor großen Entscheidungen, sie müssen sich fragen, was sie wirklich möchten, wer sie sein wollen und was sie bereit sind, dafür zu geben.
Wie bist du auf die Geschichte von Lio und Maxine gekommen?
Das ist die schwierigste Frage überhaupt. Ich kann es bei den beiden gar nicht sagen. Sie waren einfach irgendwann in meinem Kopf. Ihre gemeinsame Geschichte, ihre Botschaft. Alles hat sich einfach richtig und so erzählenswert angefühlt. Und weil ich sowieso schon länger Lust auf eine Sports Romance hatte, war das meine Chance.
Warum hast du dich für Baseball und Psychologie als Hauptthemen entschieden?
Mit Baseball wollte ich einen Sport nehmen, der bisher im Romance Bereich noch eher weniger vertreten ist. Außerdem muss ich zugeben, dass ich Baseball super ästhetisch und die Spieler mit den Baseballcaps und in den Jerseys auch einfach sexy finde. Von daher war die Wahl für mich relativ schnell klar.
Psychologie als Hauptfach für Maxine hat sich irgendwie ebenso schnell ergeben. Ich fand Psychologie selbst immer interessant und es hat für mich einfach zu Maxine und auch zu der Mädelsgruppe gepasst. So hatte ich auch ein Fach, wo Statistik und Zahlen eine Rolle spielen. Ein weitere Gemeinsamkeit von Maxine und Lio. Durch die Sache mit ihrem Professor, hat das Ganze dann noch eine schöne Doppelmoral bekommen.
Wie schwer war es, die Balance zwischen Freundschaft und Romantik darzustellen?
Maxine und Lio haben es mir da recht einfach gemacht, auch wenn es irgendwie eine dauerhafte Gradwanderung war. Ihr Freundschaft ist tiefgründig und doch haben sie diese eine gemeinsame Nacht. Es brauchte dann nur noch einen Funken, der alles ins Rollen bringt. Letztendlich gehen die beiden Themen aber auch einfach miteinander einher. Von daher hoffe ich, dass ich eine gute Balance finden konnte.
Lio steht vor großen Lebensentscheidungen. Wie war es, sich beim Schreiben in ihn hineinzuversetzen?
Ich glaube, wir kennen alle diese Situationen, wo man sich entscheiden muss, es aber einfach nicht kann. Die ständige Ungewissheit und die große Frage „Was ist, wenn …?“. Von daher fiel mir das relativ leicht, vielleicht ein bisschen zu leicht. Viel schwieriger war es, ihn dann auch eine Entscheidung treffen zu lassen. Denn im Entscheidungen treffen, bin ich wirklich nicht gut.
Maxine hat es mit einem problematischen Dozenten zu tun. Warum war dir dieses Thema wichtig?
Der Machtmissbrauch an Universitäten ist ein Problem, das für viele keine Rolle spielt oder sogar gar nicht existent ist. Ich selbst musste diese Erfahrungen zum Glück nie machen, aber Studien zeigen, dass zu viele Studentinnen es müssen. Deswegen wollte ich die Aufmerksamkeit auf genau so ein Thema lenken, auch wenn es schwierig ist. Aber nur wenn wir über Probleme sprechen und auf Missstände hinweisen, kann sich etwas ändern.
Was macht die Beziehung zwischen Lio und Maxine für dich besonders?
Für Lio und Maxine stehen sie als Menschen im Vordergrund, mit all ihren Erinnerungen und ihren Eigenheiten. Sie teilen diese eine Nacht miteinander, die sie auf eine besondere Art verbindet und die sie auch in der Geschichte immer wieder zueinander führt. Ich glaube, dieses Fundament ist einfach von größter Bedeutung. Und dann ist es auch einfach die Art der beiden und vor allem, wie sie miteinander umgehen, was sie einfach zu etwas besonderem macht.
Welche Szene hat dir beim Schreiben besonders viel Spaß gemacht?
Ich mochte die kleinen, feinen Momente zwischen Max und Lio am meisten, die genau die Gradwanderung zwischen Freundschaft und Romantik bestreiten. Man wusste nie, wann schlägt es in die eine Richtung um und wann verschwimmen die Grenzen endlich komplett.
Wenn ich aber eine Szene nennen müsste, dann wäre es die Party, wo sie Never have I ever spielen. Den Vibe fand ich einfach 10/10, auch wenn es ein bisschen gemein ist.
Gab es eine Szene, die dir sehr schwerfiel?
Besonders schwer sind mir die Szenen zwischen Maxine und Professor Oswald gefallen. Ich habe mich für ein schwieriges, aber dennoch sehr wichtiges Thema entschieden, das ich möglichst realistisch darstellen und dem Thema deshalb auch gerecht werden wollte. Dadurch musste ich Maxine jedoch in eine Situation bringen, die ich wirklich niemanden wünsche.
Was wünschst du dir, dass Leser:innen aus der Geschichte mitnehmen?
Der Weg ist das Ziel. Es geht im Leben nicht darum die richtige Entscheidung zu treffen. Sondern es geht darum, dass man seinem Herzen folgt, sich traut und Dinge wagt, obwohl sie nicht die einfachste oder die sicherste Option sind. Denn nur dann können wir wirklich wachsen!